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Die Monate: Das Erbe Roms

Während unsere Wochentage germanische Wurzeln haben, verdanken wir die Namen der Monate fast vollständig den Römern. Die Monate erzählen Geschichten von mächtigen Gottheiten, berühmten Kaisern und einem Kalender, der sich „verrechnet“ hat.

1. Götter und Anfänge

Die erste Hälfte des Jahres ist nach römischen Gottheiten benannt:

  • Der Januar: Benannt nach Janus, dem Gott mit den zwei Gesichtern. Er blickt gleichzeitig zurück in das alte Jahr und nach vorn in das neue.
  • Der März: Dieser Monat gehört Mars, dem Gott des Krieges. Im alten Rom war der März der erste Monat des Jahres, da mit dem Frühling auch die Feldzüge begannen.
  • Der Mai: Er ehrt die Göttin Maia, die für das Wachstum und den Frühling steht.
  • Der Juni: Benannt nach Juno, der höchsten römischen Göttin und Beschützerin der Ehe.

2. Kaiserliche Monate

Zwei Monate wurden später umbenannt, um die mächtigsten Männer Roms zu ehren:

  • Der Juli: Er wurde nach Julius Caesar benannt.
  • Der August: Er trägt den Namen von Kaiser Augustus.

3. Die Monate, die sich „verrechnet“ haben

Die Namen der Monate September bis Dezember klingen heute logisch, sind aber eigentlich falsch. Im ersten römischen Kalender war der März der erste Monat. Zählt man von dort aus, ergeben die lateinischen Namen wieder Sinn:

  • Der September: Von septem (sieben) – ursprünglich der 7. Monat.
  • Der Oktober: Von octo (acht) – ursprünglich der 8. Monat.
  • Der November: Von novem (neun) – ursprünglich der 9. Monat.
  • Der Dezember: Von decem (zehn) – ursprünglich der 10. Monat.

💡 Ein wichtiger Hinweis für Lerner:

Genau wie die Wochentage sind auch im Deutschen alle Monate maskulin. Wir lernen also immer: der Januar, der Februar, der März usw.

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